Die Geschichte der Gemeinschaftsgrundschule Schulstraße

Bisher bekannte Daten

  • 29.02.1804
    Die Eheleute Heinrich Lappessen und Anna Maria Essers unterzeichnen mit der Gemeinde Hardterbroich eine Schenkungsurkunde über Haus, Scheune und einem viertel Morgen Land. Eigentlich handelt es sich um einen regelrechten Kaufvertrag mit Nießbrauch. Die Schenkenden erhalten nämlich 25 Reichstaler und die Kinder Lappessen und deren Nachkommen werden unentgeldlich unterrichtet. Auflage ist, dass die Scheune, in der bisher schon Schule abgehalten wurde, von den Verkäufern innerhalb von zwei Jahren abgerissen werden muss.

 

  • 1809
    Vermutlich wird zu diesem Zeitpunkt das erste Schulgbäude an der Stelle der Scheune errichtet.

 

  • 1842
    Da die Schule in einer feuchten Niederung lag, mussten von Anfang an Arbeiten am Schulgebäude und an der Lehrerwohnung vorgenommen werden. Nach zähem Ringen werden 1842 1.094 Taler für einen Neubau mit 2 Klassen bewilligt.

 

  • 1857
    Ein Grundstück für den Spielplatz wird dazu gekauft.

 

  • 1860
    Die Errichtung einer dritten Klasse wird durch den königlichen Landrat abgelehnt.

 

  • 1861
    176 Kinder werden in zwei Klassen unterrichtet. (Schulleiter:Stuhlweißenburg, Hilfslehrer: Pecks)

 

  • 1870
    der Erweiterungsbau wird abgeschlossen.

 

  • 1872
    300 Schüler besuchen die Schule.

 

  • 1888
    Aus der Eifel- und der Moselregion waren zugezogen viele Fabrikarbeiter zu. Die Straßen im „Flussviertel“ zeugen noch von der Herkunft der Bewohner. Daher wurde die Schule im Jahr 1888 um eine 4. Klasse erweitert. Die Kinder werden ab jetzt in reinen Jungen- und Mädchenklassen unterrichtet.

 

  • 1908
    Mit dem Bau des heutigen Schulgebäudes wird begonnen. Die Schule hat jetzt 7 Jahrgänge und 11 Klassenräume.

 

  • Ostern 1913
    923 Kinder in 16 Klassen besuchen die Schule.

 

  • 1927
    Durch Arbeitslosigkeit (Wegzug der Familien) und sinkender Kinderzahl („nur“ noch 8 bis 10 Kinder pro Familie) sank die Schülerzahl. Nur noch 527 Kinder gehen in die damals 14 Klassen.

 

  • 2. Weltkrieg
    Es git keine Aufzeichnungen, da die Chronik während des 2. Weltkrieges verloren ging. Bekannt ist allerdings, dass die Schule ab 1938 auch als Heim der Hitler-Jugend diente.
    Die Schule wurde durch Brand- und Sprengbomben so stark zerstört, dass kein Unterricht möglich war. Der Altbau an der Schulstraße war so zerstört, dass er abgerissen werden musste.

 

  • 1945
    Mit bescheidensten Mitteln wurde in einer Klasse des Neubaus von 1908 der Unterricht wieder aufgenommen.

 

  • Winter 1945/46
    Der Unterricht muss wegen Kohlenmangels wieder unterbrochen werden. Die Kinder kommen in diesem und im darauffolgenden Winter nur zur Schule, um die Hausaufgaben und einen Teller warme Suppe in Empfang zu nehmen.

 

  • 1950
    Alle elf Räume der Schule können wieder genutzt werden. Die Schule ist jetzt katholische Volksschule.

 

  • 1959
    Umfangreiche Umbauarbeiten begannen. Es entwickelte sich zu dem Schulgebäude, das wir heute kennen.

 

  • 01.08.1968
    Im Zuge der Schulreform wird die Katholische Volksschule jetzt in die Katholische Grundschule Hardterbroich umgewandelt. Alle Kinder müssen nach dem vierten Schuljahr eine weiterführende Schule besuchen. In die frei werdenden Räume zog die Gemeinschaftsgrundschule Pesch ein. Von jetzt ab teilen sich zwei Grundschulen das Schulhaus.

 

  • 1979 / 1980
    Stark sinkend Schülerzahlen machten neue Überlegungen notwendig. Daher sollte nach Willen des Schulausschusses die drei katholischen Grundschulen Hardterbroich, Pesch und Heinrich Lersch im Gebäude Charlottenstraße zusammen gezogen werden, die Gemeinschaftsgrundschule Hardterbroich sollte das kleinere Gebäude an der Alleestraße beziehen. Nach 170 Jahren sollte es im Ortsteil Hardterbroich keine Schule mehr geben.

 

  • 1980/81
    Das Engagements der Eltern in beiden Grundschulen bewirkte, dass zum 01.0.1980 die Katholische und die Gemeinschaftsgrundschule zur „Gemeinschaftsgrundschule Schulstraße“ vereinigt wurden und die Schule erhalten blieb.

 

  • Ab 1983
    Die Schülerzahlen steigen wieder allmählich. 1984 besuchen 180 Kinder in neun Klassen die Schule.

 

  • 1996/97
    auf Grund steigender Schülerzahlen wird ein Anbau nötig, in dem zwei weitere Klassen untergebracht werden können.

 

  • Oktober 1998
    Gründung des „Vereins der Freunde und Förderer der Gemeinschaftsgrundschule Schulstraße“, kurz: Förderverein.

 

  • 1999
    Die „Betreung von 8 bis 1 wird im Rahmen der „Verlässlichen Schule“ mit Hilfe des Fördervereins der Schule gegründet. Dafür waren wieder erhebliche Umbaumaßnahmen notwendig. Das Lehrerzimmer, das bis dahin in einem Klassenraum des Erdgeschosses untergebracht war, zog ins Dachgeschoss. Der Ausbau des Dachbodens konnte nur mit tatkräftiger Unterstützung der Elternschaft realisiert werden. In den dadurch frei werdenden Raum zog die Betreuung ein. Der Raum wurde wieder durch die Arbeit der Eltern hergerichtet (Einziehen einer Empore, Einbau einer Kücheneile, Anstrich…).

 

  • 01.02.2009
    A
    usbau des Betreuungsangebotes bis 16:00 Uhr.
    Durch das Engagemant der Eltern kann ein Computerraum eingerichtet werden.

 

  • 2010
    ist die Schule dreizügig. In diesem Jubiläumsjahr besuchten 265 Jungen und Mädchen in elf Klassen die Gemeinschaftsgrundschule Schulstraße. In der Schule findet „Gemeinsamer Unterricht“ (GU) statt; das bedeutet, dass behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam beschult werden. 15 Leherinnen und 3 Lehrer unterrichten die Kinder. Es gibt eine Betreuung von 8 bis 13:30 Uhr und ein erweitertes Angebot bis 16 Uhr. Die Betreuung wird insgesamt von 58 Kindern genutzt.

 

 

  • 2012
    Wieder einmal gibt es einen Grund zum Feiern: 87 Eltern der Schule haben Spaten, Boschhammer, Pinsel und anderes Werkzeug in die Hand genommen: Aus der ehemaligen Waschküche, einem feuchten, unwirtlichen Raum, entstand in Zusammenarbeit von Schulpflegschaft und Förderverein ein ansprechender, wohnlicher Betreuungsraum. Denn für die jetzt 81 Betreuungskinder ist der vorhandene Raum viel zu eng. Die Waschküche zieht um in die erste Halbetage und befindet sich jetzt in einem vorbildlichen Zustand.